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Erste Schritte

Willkommen bei NADOVO. Diese Seite gibt Ihnen einen Überblick über die Plattform und die empfohlene Reihenfolge für den Einstieg. Antworten auf konkrete Detailfragen finden Sie in den FAQ; eine ausführliche Beschreibung jedes Bereichs unter Module.

Was ist NADOVO?

NADOVO ist die KI-Compliance-Plattform für den DACH-Mittelstand. Sie hilft Ihnen, die Anforderungen des EU AI Act strukturiert, nachweisbar und ohne Gesetzes-Jargon zu erfüllen — von der Erfassung Ihrer KI-Systeme bis zur laufenden Überwachung.

Das NADOVO-Framework

NADOVO setzt das NADOVO AI Compliance Framework um — einen praxisorientierten Lifecycle-Ansatz. EU AI Act Compliance ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Kreislauf, der sich an Veränderungen anpasst (neue Systeme, geänderte Anwendungsfälle, neue Vorgaben). Sie arbeiten die Phasen Schritt für Schritt ab — nicht alles auf einmal.

NADOVO 5-Schritte-Framework

In 5 Schritten zur sicheren KI-Nutzung — vier Kernphasen (verstehen und umsetzen), umrahmt von der laufenden Überwachung:

  1. DiscoverWas ist bereits im Einsatz? Alle KI-Tools erfassen, Schatten-KI aufdecken, Zuständigkeiten klären.
  2. DefineWofür wird KI genutzt? Einsatzzwecke festlegen, Daten verstehen, Risiken definieren.
  3. AssessWelche Risiken bestehen? Risiken bewerten, Prioritäten setzen, Maßnahmen definieren.
  4. ImplementWie setzen wir um? Regeln erstellen, Maßnahmen umsetzen, Team schulen.
  5. MonitorWie bleiben wir auf Kurs? KI-Nutzung begleiten, Änderungen dokumentieren, regelmäßig überprüfen.

Die Kernformel

Asset + Anwendungsbereich = KI-Prozess — daraus ergibt sich die Risikoklasse. Ein KI-System allein sagt nichts über das Risiko aus; erst der Anwendungsfall bestimmt die Einstufung. Dasselbe System kann je nach Einsatz minimal oder hochriskant sein.

Vollständiger Leitfaden

Eine ausführliche Erklärung des Frameworks, der Risikoklassen und der Pflichten finden Sie im kostenlosen Leitfaden „EU AI Act Compliance für den Mittelstand": PDF herunterladen.

So ist die Plattform aufgebaut

Die Navigation auf der linken Seite gliedert sich in:

  • Dashboard — Überblick über Ihren Compliance-Fortschritt, offene Aufgaben und wichtige Hinweise (z.B. kritische KI-Vorfälle).
  • Compliance-Journey — die 5 Phasen (Discover, Define, Assess, Implement, Monitor) mit den jeweiligen Modulen.
  • KI-Modelle — der Katalog der KI-Modelle (z.B. GPT-4, Claude), aus dem Ihre KI-Systeme auswählen.
  • KI-Content-Register — das Nachweis-Register für KI-generierte Inhalte (Art. 50 EU AI Act): Inhalte erfassen, prüfen und freigeben — verknüpft mit dem erzeugenden KI-Prozess.
  • Berichte & Nachweise — alle Berichte an einer Stelle (Änderungsbericht, KI-Content-Nachweis, Befähigungs-Nachweis) mit Protokoll darüber, wer wann welchen Bericht erzeugt hat (sichtbar für Unternehmens-Admins).
  • Organisation — Ihr Team, Rollen und das Unternehmensprofil (sichtbar für Unternehmens-Admins).
  • Einstellungen — Ihre persönlichen Einstellungen: Profil (Name), Darstellung (Theme Hell/Dunkel/System und Sprache) und Passwort. Theme und Sprache gelten pro Benutzerkonto und werden automatisch gespeichert.
  • Hilfe & Support.

Details zu jedem Bereich finden Sie unter Module.

Ihre ersten Schritte

Empfohlene Reihenfolge für den Start:

  1. Team & Unternehmen einrichten (Organisation): Laden Sie Benutzer ein, pflegen Sie Ihr Unternehmensprofil — inklusive Land (bestimmt die vorbelegte Meldebehörde bei KI-Vorfällen) — und legen Sie im Abschnitt „KI-Compliance-Beauftragte" die für den EU AI Act verantwortliche Person fest.
  2. KI-Modelle auswählen: Übernehmen Sie im Modell-Katalog die Modelle, die Sie nutzen, in „Meine Modelle". Das muss vor dem Anlegen eines KI-Systems geschehen — aus dem KI-System-Wizard heraus lässt sich kein Modell hinzufügen.
  3. Erstes KI-System erfassen (Phase 1): Legen Sie ein KI-System an, ordnen Sie die genutzten Modelle zu (oder „unbekannt", falls noch nicht hinzugefügt oder bekannt) und setzen Sie den Status auf „In Betrieb".
  4. KI-Prozess definieren (Phase 2): Beschreiben Sie zum KI-System den Anwendungsfall (beabsichtigter Zweck und Geltungsbereich) — NADOVO klassifiziert den Prozess automatisch.
  5. Assessment durchführen (Phase 3): Bei Hochrisiko-Prozessen ist eine Risikobewertung Pflicht, bevor Sie den Prozess freigeben können.
  6. Maßnahmen & KI-Kompetenz (Phase 4): Setzen Sie die definierten Maßnahmen um und dokumentieren Sie die KI-Kompetenz Ihrer Mitarbeiter im Modul „KI-Kompetenz" (interne Maßnahme, externer Nachweis oder Erfahrungs-Feststellung).
  7. KI-Inhalte nachweisen (KI-Content-Register): Erfassen Sie relevante KI-generierte Inhalte (Text, Bild, Audio, Video, Dialog) als Eintrag, prüfen Sie sie und geben Sie sie frei — der Eintrag dokumentiert Prüfung und Kennzeichnung nach Art. 50 und verknüpft den Inhalt mit dem KI-Prozess aus Phase 2.
  8. Monitoring (Phase 5): Erfassen Sie KI-Vorfälle und überprüfen Sie Ihre Compliance regelmäßig.

Tipps für den Einstieg

  • Mit den wichtigsten Systemen starten, nicht mit Vollständigkeit. Ein Inventar, das die fünf bis zehn wichtigsten KI-Systeme erfasst, ist wertvoller als ein Perfektionsanspruch — der Rest lässt sich sukzessive ergänzen.
  • In allen Abteilungen nach KI-Tools fragen. Oft sind es mehr als gedacht: Viele Standardanwendungen (Microsoft 365 Copilot, CRM, Buchhaltung) enthalten inzwischen KI, und Mitarbeiter nutzen eigenständig Dienste wie ChatGPT oder DeepL — die sogenannte Schatten-KI.
  • Die eigene Rolle früh klären. Die meisten Mittelständler sind bei allen ihren KI-Systemen Betreiber (Deployer). Das ist eine entlastende Erkenntnis, denn die Betreiberpflichten sind überschaubarer als die Anbieterpflichten.
  • Hochrisiko-Systeme zuerst angehen. Sie erfordern die umfangreichsten Maßnahmen — beginnen Sie mit dem Wichtigsten: menschliche Aufsicht organisieren und die Dokumentation aufsetzen.
  • Quick Wins sofort umsetzen. Manches geht ohne großen Aufwand: einen Hinweis ergänzen, wenn Kunden mit einer KI interagieren, oder eine interne KI-Nutzungsrichtlinie aufsetzen, die regelt, welche Tools erlaubt sind und welche Daten nicht in externe KI-Dienste gehören.
  • KI-Content von Anfang an dokumentieren. Ab dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten des Art. 50 EU AI Act. Wer sich bei KI-Texten auf die Prüf-Ausnahme beruft, muss die menschliche Prüfung im Zweifel belegen können — das KI-Content-Register hält den Nachweis fest, ein Eintrag dauert unter einer Minute.
  • Eine verantwortliche Person benennen. Eine zentrale Anlaufstelle koordiniert die Themen — das kann der Datenschutzbeauftragte mit erweitertem Mandat, der IT-Leiter oder eine eigens benannte Person sein.
  • Compliance als laufenden Kreislauf verstehen. Planen Sie regelmäßige Reviews ein (z.B. quartalsweise) und durchlaufen Sie bei jeder wesentlichen Änderung den Zyklus erneut. Das KI-Inventar ist ein lebendes Dokument, kein einmaliges Projekt.
  • Realistisch planen. Statuswechsel und Versionsnummern müssen Sie nicht selbst verwalten; NADOVO führt Sie durch die nötigen Schritte und weist Sie auf offene Punkte hin.
  • Konkrete Fragen beantwortet die FAQ; jedes Modul ist unter Module ausführlich beschrieben. Hintergrund zum EU AI Act und weitere Best Practices stehen unter Wissen & Best Practices, die methodischen Details im Leitfaden (PDF).

Stand: Juli 2026

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